Kongress-Vorträge

Hier stellen wir Ihnen ausgewählte Original-Kongressbeiträge namhafter Referentinnen und Referenten völlig kostenlos zur Verfügung.

Die Texte sind im Portable Document Format (PDF) erstellt, die Sie bequem herunterladen und ausdrucken können.

Wir sagen "Copy please" und meinen damit: Die Texte dürfen gerne kopiert und im privaten Bereich, bitte immer mit Quellenangabe,

weiter gegeben werden.

 

Wer eine Idee von mir empfängt,
mehrt dadurch sein Wissen,
ohne meines zu mindern;
ebenso wie derjenige, der seine Kerze an meiner entzündet,
dadurch Licht empfängt,
ohne mich der Dunkelheit auszusetzen.
Thomas Jefferson


Dr. Franz Alt
Das ökologische Wirtschaftswunder - warum wir nicht tun was wir wissen?

Franz Alt hat eine Vision für das 21. Jahrhundert: ein ökologisches Wirtschaftswunder.

Umweltschonendes, effizientes Wirtschaften, solare Energie, ein ökologisches Verkehrskonzept,

biologische Landwirtschaft, flexible Arbeitszeiten und eine ökologische Steuerreform schaffen

Millionen neue Arbeitsplätze, von denen keine Zerstörung mehr ausgeht. Die Aufwendung von

Eigen-, Haus- und Familienarbeit sowie gelebte Spiritualität eröffnen die Chance zu Solidarität

und Emanzipation. Gratis-Download

 


Niklaus Brantschen
I shop, therefore I am - Consumerism als neue universelle Weltreligion

Consumerism als neue universelle Religion und die spirituelle Antwort darauf Das in der amerikanischen

Verfassung verankerte Streben nach Glück (pursuit of happiness) wurde im Laufe der Zeit »materialisiert«,

hat sich von der Ebene der Qualität auf jene der Quantität verschoben. Diese Materialisierung des Glücks

führt in ihrer innersten Konsequenz weltweit zum Consumerism als der vorherrschenden Religion; einer

Religion, die das Leben verhindert, statt ihm zu dienen. Das »I shop, therfore I am« ist damit ähnlich einseitig

und falsch wie das Descart’sche »Cogito, ergo sum« (»Ich denke, also bin ich«). Spiritualität vermag diese

Einseitigkeiten zu überwinden und hilft leben lernen. Gratis-Download

 


Evelyne Coën

Gelebtes Leben ist ansteckend. Ungelebtes auch

Das Gefühl vom Leben. Das Gefühl vom Lebendigsein, vom Wahrsein. Wer sehnt sich nicht immer wieder danach?

Dieses echte Leben in uns, das volle Freude und Kraft spürbar macht. Das nicht vergleicht und unvergleichbar ist.

Das nicht gewalttätig aber mutig ist. Diesem Leben nachspüren, der Trauer auch, wenn wir es verloren glauben.

Ohne Wenn und Aber näher und näher kommen an die innere Quelle, die den ganz persönlichen Weg kennt.

Im Vortrag zeigt Evelyne Coën konventionelle und unkonventionelle Wege und Umwege, illustriert mit ihren

beruflichen und persönlichen Erfahrungen. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Eugen Drewermann
Mit Krisen leben

Der Theologe und Psychoanalytiker Prof. Dr. Eugen Drewermann geht auf das Phänomen ein,

dass wir stets von einer Krise in die nächste stürzen und scheinbar nichts dabei lernen.

Dabei existieren für ihn vier grosse Krisenszenarien, die für uns Menschen zentral sind:

Hungergefahr, Erleben der Schuld, der Augenblick der Verlassenheit und die Gefahr des

herannahenden Todes. In seiner unnachahmlichen feinsinnigen Weise leuchtet Drewermann

die Zusammenhänge fachübergreifend aus und erläutert das Wesen von Krise auf der

gesellschaftlichen wie auch auf der individuellen Ebene. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Eugen Drewermann
Die Suche nach Glück und Sinn

Unter all den Erscheinungsformen von Glück und Sinn nicht nur der menschlichen Existenz

ist es doch gerade dieser zu eigen, die Verwirklichung von Glück und Sinn in sich selbst zu

finden.Über das Glückhaben und Besitztum hinaus ist Glück hier eine Manifestation des

Seins, die sich letztlich in der Begegnung und der Verbundenheit mit allem Seienden

erschließen mag. Die Suche nach Glück und Sinn ist eine Reise vom kleinen Glück der

Alltäglichkeit zur Einsicht, was immer auch geschehen mag, für das Geschenk des

Glücks würdig zu sein. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Eugen Drewermann
Psychotherapie und Religion - zwei mögliche Wege auf der Suche nach Sinn?

Im ersten Teil dieses Vortrages, lässt der Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann

deutlich werden, wie sehr die Botschaft Jesu eine therapeutische ist. Gerade in der Bergpredigt,

in der es immer wieder um "Gelähmte, Besessene, Mondsüchtige", also Kranke geht, wird das

ständige psychotherapeutische Bemühen Jesu deutlich. Drewermann interpretiert die Bergpredigt

im psychotherapeutischen Sinne in sehr anschaulicher Art und Weise. Im zweiten Teil beantwortet

er anhand vieler Beispiele, auch aus seiner eigenen seelsorgerischen und psychotherapeutischer

Praxis, die grundlegenden Fragen: Was hat die Relgion der Psychotherapie zu sagen?, Was hat

die Psychotherapie der Religion mitzuteilen?, Wie können sich diese beiden Richtungen gegenseitig

befruchten? Nach Drewermann hat "die Psychotherapie die Notwendigkeit, den neurotischen Schutt

metertief aufzugraben, eh die Quellen des Religiösen im Innern der Seele des Menschen wieder frei

werden." Und die Religion kann der Psychotherapie aufzeigen, "dass wir alle zusammengehören in

der erschütternden Gewissheit, dass uns überhaupt nichts trennt ausser einem gehäuften Satz

von Illusionen. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Eugen Drewermann

Wahnsinn und Normalität oder: Von der Alternative der Bergpredigt

Anhand der heutigen Situation in der Welt, insbesondere am Beispiel von immer wieder stattfindenden

Kriegen zeigt der Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann den Wahnsinn der Normalität auf.

Durch seine lebensnahe Deutung der Bergpredigt gelingt es ihm, Auswege aus diesem Wahnsinn zu zeigen,

die für jeden von uns, insbesondere für therapeutisch Tätige, hilfreich sein können. Gratis-Download

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Prof. Dr. Hans-Peter Dürr

Die alte klassische Physik beschreibt die Welt als dingliche Wirklichkeit, als Realität. Primär in ihr ist die Materie,

der Stoff, in Form voneinander abgetrennter, über den Raum verteilter kleinster Teile. Die Materieteilchen haben

(ladungsartige) Eigenschaften, die ihnen erlaubt, miteinander in Wechselwirkung zu treten. So entsteht aus vielen

Getrennten durch Zusammenspiel ein zusammenhängendes Ganzes, dessen Gestalt entsprechend der jeweiligen

Anordnung der unabhängigen Bausteine sich zeitlich nach strengen mechanischen Gesetzen verändert. In der

modernen Physik erscheint hingegen die Welt im Grunde als eine immaterielle, unauftrennbare Verbundenheit,

als ganzheitliche, offene, lebendige Potentialität, die nur in gewisser Vergröberung sich im Mittel als die uns

bekannte Materie oder ihre Energie-übertragenden Wechselwirkungsfelder manifestiert. Totes und Lebendiges

sind nicht mehr streng abtrennbare Teile dieses nicht zerlegbaren einem großen Ganzen, sondern nur verschiedene

lokale Artikulationen. Alles ist in Allem unauftrennbar eingebettet, wie Wassertropfen im Meer. Auch Individuen

( = Unteilbaren) sind in die menschlichen Gesellschaft und in die übrige große Wirklichkeit ähnlich eingetaucht.

Wie Wasserwirbel sind sie eine Artikulation dieses Stromes. Ihre getrennt erscheinende materielle Hülle verhindert

nicht ein nicht-objektivierbares, umfassenderes, unmittelbares Erleben. Die Wirklichkeit ist nicht wie die Realität ein

Zusammenraufen von Getrennten zu größeren Formen, sondern umgekehrt, Ergebnis einer fortschreitenden

Emanzipation und Differenzierung des großen, immer ganzheitlichen Einen. Die Verbundenheit der Menschen

mit Menschen und ihrer Mitwelt ist nicht ein Ergebnis unserer menschlichen Zivilisation, sondern Grundbedingung

unserer dynamischen Existenz im Ganzen. Gratis-Download

 


David Gilmore

Der Narr, die Null und das Nichts

Das Lachen und das Spiel sind authentischer Ausdruck unseres Menschseins, die uns immer wieder auf die Freiheit

des Augenblicks hinführen. Den Narren in uns entdecken, heisst auch, uns körperlich auf den Null-Punkt in uns einlassen.

Das Spiel mit unseren starren Haltungen, Ritualen und Vorstellungen über das Leben löst ein Lachen aus, das unser Herz

und unseren Kopf von Überflüssigem freimacht. Es stellt eine vertrauenvolle Verbindung zum Lebendigen in uns her und

hält uns gleichzeitig auf dem Boden unserer physischen Realität. Das Spiel des Clowns ermöglicht uns, erfahrbare Meisterstücke

des Seins aus den Widersprüchen, Sehsüchten und Inszenierungen unseres Alltags zu schaffen. Sowohl als Spieler als auch als

Zuschauer erleben wir dabei die Überraschungen der Fassungslosigkeit. David Gilmore möchte die spielerischen Möglichkeiten

des Clowns in Form eines Vortrags mit Zuruftheater: "Was glauben Sie denn?" praktisch zeigen. Im Workshop wird er den

Teilnehmenden die Gelegenheit geben, die Mittel des Narren auf alltägliche Haltungen, Rollen und Glaubenssätze durch eine

genussvolle Null-Erfahrung anzuwenden. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Arno Gruen

Die Schwierigkeit, sich selber zu sein

Autonomie ist ein Zustand, in dem ein Mensch in Übereinstimmung mit seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen lebt.

Die meisten Menschen jedoch leben in angelernten und ausgedachten Gefühlsrollen. Wir verlernen ganz früh das, was wir

wirklich möchten - Liebe, Wärme, Geborgenheit - auch wirklich zu erwarten. Was wir lernen, ist das Gegenteil: Wir werden

oft gezwungen, wir werden nicht anerkannt in unserem Sein, wir müssen zu etwas werden, was wir im Grunde nicht sein können.

Gratis-Download

 


Albert Hofmann

Meditation und sinnliche Wahrnehmung. Die Suche nach Glück und Sinn

Albert Hofmann beschäftigt sich in diesem Vortrag intensiv mit den Fragen nach dem Wesen und den Ursachen von menschlichen

Glück und dem eigentlichen Sinn unseres Daseins. Mit Hilfe der Religionen, der Erkenntnisse der Naturwissenschaften und der

großen Philosophen und Mystiker untersucht er Phänomene wie Besitz und Eigentum, Haben und Sein, Meditation und Drogen,

der Einheit aller Geschöpfe und der Schöpfung, Licht und Erleuchtung und die Gnade der sinnlichen Wahrnehmung und des

Sehens der Welt. Ein Vortrag der die Tiefen unseres Daseins auslotet und aufruft zu einem Öffnen der Sinne für die Wunder

der Welt. Gratis-Download

 


Dr. Dr. Gattus Hösl

Mediation - der "neue" Weg aus dem Konflikt

Konflikte sind in unserer Gesellschaft zahlreich und vielfältig. Sie sind sozusagen eine nachwachsende Ressource. Allein die Dauer der Gerichtsverfahren und die dabei polarisierenden Konfliktstrategien machen klar: Wir brauchen eine neue Konfliktkultur. Die Mediation (Vermittlung) bietet diese Kultur. Sie stellt ein eigenes Berufsfeld mit eigenen Voraussetzungen und Anforderungen außerhalb der juristischen Berufslogik dar. Die Vorteile werden für Sie erfahrbar: Mediation ist ein außergerichtlicher, schneller, kostengünstiger. vertraulicher, image- und beziehungsschonender Weg, um in Konflikten zu einer einvernehmlichen Lösung zum beiderseitigen Vorteil zu kommen. Sie selbst haben das Instrumentarium dieses Gelingens in sich und bleiben der/die entscheidungsbefähigte Experte/in der Sache, um die es geht. Der Mediator/die Mediatorin ist KlärungshelferIn. Mediation eignet sich grundsätzlich für jeden Konflikt zwischen Menschen. Gratis-Download

 


Willigis Jäger

Mystik und Psychotherapie, Zwei Wege zur ganzheiltichen Persönlichkeit

Die Frage nach dem Sinn des Lebens wurde noch nie so radikal gestellt wie in unseren Tagen. Die Menschen leiden an einer noogenen Neurose (Frankl), an einer Metapathologie (Maslow). Ohne den transpersonalen Bewusstseinsraum ist es wohl schwer, eine befriedigende Antwort zu geben. »Unter allen meinen Patienten jenseits der Lebensmitte, das heißt jenseits 35, ist nicht ein einziger, dessen endgültiges Problem nicht das der religiösen Einstellung wäre. Ja, jeder krankt in letzter Linie daran, dass er das verloren hat, was lebendige Religionen ihren Gläubigen zu allen Zeiten gegeben haben, und keiner ist wirklich geheilt, der seine religiöse Einstellung nicht wieder erreicht, was mit Konfession oder Zugehörigkeit zu einer Kirche natürlich nichts zu tun hat.« (Jung, GW, 11.Bd., Zürich, 1963, S.362) Gratis-Download

 


Dr. Hans Jellouschek

Beziehungsideale und soziale Wirklichkeiten

Paare treten heute ihr gemeinsames Lebens unter dem Vorzeichen der Ebenbürtigkeit und Gleichberechtigung an. Dieses Beziehungsideal konkretisiert sich unter anderem in der Vorstellung von gleicher Zuständigkeit von Mann und Frau für Familie und Beruf. Aus der Konfrontation dieses Ideals mit den gesellschaftlichen Wirklichkeiten ergibt sich ein erhebliches Konflikpotential - spätestens dann, wenn das Paar Kinder bekommt. Über die Diskrepanzen zwischen Ideal und Wirklichkeit, sowie deren Überwindung geht es in diesem Vortrag. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Annelie Keil

Sorge und Fürsorge, Pflegen und Helfen – Zur Anthropologie von Solidarität und Mitgefühl

Die Welt, in der wir leben, ist notwendig eine Welt, die wir zusammen mit anderen hervorbringen und teilen. Leben ist vom ersten Augenblick an ein Leben in Koexistenz und enthält die Herausforderung, dass wir nicht nur für uns selbst sorgen, sondern auch für andere Menschen einen Daseinsraum neben uns öffnen müssen, um überleben zu können. Selbstsorge und Fremdsorge gehen Hand in Hand. Ohne Liebe, ohne dass wir andere annehmen und neben und mit uns leben lassen, gibt es kein Leben, keine Sozialisation und damit auch keine Menschlichkeit. Diese existenzielle Verknüpfung der Menschen miteinander und mit der Welt, in der wir leben, ist die Grundlage aller Ethik, in deren Zentrum die Berechtigung der Anwesenheit des anderen und die Einsicht steht, dass Freiheit und Abhängigkeit in einem unauflösbaren Verhältnis stehen. Die Tatsache, dass es jeweils andere gibt, die von uns abhängig sind und wir von ihnen, kann von uns Menschen im Sinne des Kampfes um Dominanz und Herrschaft oder im Sinne der Sorge, Fürsorge, Pflege und Hilfsbereitschaft im Kontext einer »Ehrfurcht vor dem Leben« beantwortet werden. Um die Begründung dieser Zusammenhänge und die Konsequenzen für ein umfassendes Konzept von seelischer Gesundheit und seelischer Stabilität soll es im Vortrag gehen. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Annelie Keil

Medikalisierung des Lebens - Betäubung als Lebensprinzip

Der Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker, der Ruf nach der Tablette, die Pille für danach oder davor, Früherkennungssysteme aller Art, Herzschrittmacher und Ersatzherzen, Ergänzungskost oder Appetitzügler haben die Medizin in zunehmendem Maße von einer Heil-Kunde zu einem Verbrauchsgut und die Menschen zu süchtigen Verbrauchern gemacht. Leben, Gesundheit und Krankheit, Geburt und Tod sind keine natürlichen Erfahrungen mehr. Was normal, angemessen, altersgemäß oder wünschenswert ist, wird gesellschaftlich definiert. Wenn wir schon den Tod nicht beherrschen können, so doch wenigstens das Leben. Wir leben ein Leben unter Aufsicht- definiert als unser Wohl und zu unserem individuellen Nutzen. Die Beschwerden des einen werden als Krankheit definiert und dem Behandlungssystem übergeben, der Nächste für krank erklärt, obwohl er gar nicht über Beschwerden klagt und der dritten möglichen Patientin wird die soziale Anerkennung ihres Leidens , ihrer Schwäche oder gar ihres Todes verweigert. Die Medikalisierung des Lebens verhindert Verhältnisse, in der Menschen lernen, das eigene Leben selbstverantwortlich zu leben, das Glück ihres Lebens unbefangen zu spüren und sich dem Schmerz des Lebens zu stellen, sich das Leben anzueignen und den Zumutungen von Außen und der Entmündigung durch andere entgegenzutreten. Betäubungen unterschiedlichster Art sind die Antwort einer Kultur und ihrer Menschen, die die Sehnsucht entleert und in der Sucht auf schnelle Erfüllung drängt. Gratis-Download

 


Jürgen Leinemann

Schaden an der Seele

Welchen magischen Reiz bietet Politik, dass so viele in die Arena drängen? Politiker inszenieren sich wie Popstars, befriedigen ihre Eitelkeit, suchen Selbstbestätigung. Dabei kennen sie auch die Preise, die sie dafür bezahlen müssen: persönliche Deformation und Wirklichkeitsverlust. Die Droge Macht ist eine Sucht, die sie nicht loslässt. Gratis-Download

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Dr. Henning von der Osten

Glück, Glas und Verstand

Zum Glück gibt es die Möglichkeit, den Zustand des Glücks und den seines Gegenteils, des Unglücks, recht klar zu machen. Die Absicht des Vortrages lässt sich mit Goethes Versen deutlich machen: «Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da.» Themen des Vortrages sind: Warum ist Glück so verunsichernd und Unglück so vertraut und sicher? Warum haben wir Angst vor Glück? Was in uns stellt Unglück her? Hat Freud recht mit seiner Behauptung: «Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.» Warum lassen wir uns unser Glück so schnell kaputtmachen? Gibt es ein dauerhaftes Glück, gar Glückseligkeit? Haben wir diese etwa schon, wie Sri Nisargadatta behauptet: «Nichts kann dich glücklicher machen, als du es schon bist. Das einzige Glück, das seinen Namen wert ist, ist das natürliche Glück eines bewussten Wesens»? Gratis-Download

 


Dr. Henning von der Osten

Lebe dein Leben als ob es um dein Leben ginge

Henning von der Osten gibt in diesem Vortrag aus seinen 74 Jahren Lebenserfahrung und zusätzlichen 30 Jahren Erfahrung in der

therapeutischen Arbeit mit anderen Orientierungen, die zum "Lernen des Lebens" gehören. Eine eindrucksvolle Zusammenfassung

von Lebensweisheiten, die dazu beitragen können, dass wir unser Leben so leben, als ob es um unser Leben ginge. Gratis-Download

 


Dr. Henning von der Osten

Muss Psychotherapie Religion werden?

Reichen bisherige psychotherapeutische Angebote noch aus, um aus spirituellen Krisen herauszuführen? Warum können Religionen

heute nicht aus den gegenwärtigen spirituellen Krisen herausführen? Der Vortrag versucht, auf die zunächst verborgenen Ursachen

persönlicher Krisen hinzuweisen und zu erklären, wie es zu unseren kollektiven Krisen kommt. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Nossrat Peseschkian
Suche nach dem Sinn des Lebens in verschiedenen Kulturen

Die Frage nach dem Sinn scheint universal zu sein. Es gibt keinen Bereich, der nicht von dieser Thematik berührt wird. Nach meinen transkulturellen Untersuchungen konnte ich feststellen, dass zwei Aspekte dieses Themas von besonderer Bedeutung sind, und zwar deshalb, weil sie zu tun haben mit der Entwicklung der Beziehung zum Sinn, der Veränderung von Sinngehalten und dem Versuch, wieder Zugang zum Sinn zu erlangen. Es sind dies die Religion und die Wissenschaft. Aufgabe der Religion und Weltanschauung ist es, dem Menschen Werte, Ziel und Sinn darzustellen (Sinngebung), während Wissenschaft Erklärungen sucht, logische Gesetzmäßigkeiten herstellt und neue findet (Sinngebung). Religion und Wissenschaft sollten, sofern sie dem Menschen nützen wollen, sich ergänzen und eine Einheit bilden. Religion ersetzt nicht Psychotherapie und Psychotherapie ist nicht Religionsersatz. Religion ist keine Neurose sondern eine Biose: sie kann nützen und sie kann schaden. Dabei wird die Einbeziehung fremder Denk- und Lebensweisen für uns zu einer potenziellen Erweiterung unserer eigenen Möglichkeiten: Wir lernen, uns in den Menschenbildern der anderen zu spiegeln und damit besser zu erkennen, wir lernen aus den Erfahrungen der anderen und lernen neue Lösungsmöglichkeiten kennen und nützen. Dabei stoßen wir auf eine Paradoxie, die in vielfältiger Weise unser Leben begleitet, nämlich, dass wir uns um etwas bemühen, das wir bereits in uns tragen. ,,Nichts hindert uns, die Weltordnung der Naturwissenschaft und den Gott der Religion zu identifizieren." (Max Planck). Gratis-Download

 


Prof. Dr. Hans Ruh

Die Zukunft ist ethisch – oder gar nicht

Die zentralen Probleme der Zukunft sind nicht mehr materielle sondern geistig moralische. Die materiellen Probleme sind entweder gelöst

oder auf dem Weg zur Lösung, z. B. über den immer grösseren Produktivitätsfortschritt. Im Blick auf die Verteilung der materiellen Güter,

aber auch im Blick auf das Überleben überhaupt, auf Sinnprobleme und Gewaltprobleme, wird deutlich, dass die Lösungsstrategien

geistig-moralisch sein müssen. Als Beispiele sollen genannt werden: Die normative Einbindung der Wissenschaft, das Weltethos,

die Verteilung, die nachhaltige Gesellschaft, der Schutz der Schwachen, die Neuverteilung der Arbeit, die multikulturelle Gesellschaft. 

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Prof. Wilhelm Schmid

Vom Ich zum Wir? Das Anliegen einer neuen philosophischen Lebenskunst

Nicht alle Tage kommt es vor, dass von einem philosophischen Buch in kurzer Zeit 8 Auflagen gedruckt werden müssen. Der Berliner

Philosoph Wilhelm Schmid veröffentlichte 1998 seine »Philosophie der Lebenskunst« im Suhrkamp Verlag, und seither greift das

Interesse daran immer weiter um sich. Dabei handelt es sich keineswegs um ein populistisches Buch, vielmehr um die Habilitationsschrift

des in Erfurt lehrenden Autors. Im Deutschlandfunk wurde das Buch als »epochales Werk« gepriesen, »voll existenziellem Pathos«,

ergänzte der SPIEGEL.Schmid rekurriert darauf, dass die Frage nach der individuellen Lebensführung in der Philosophiegeschichte,

vor allem in der antiken Philosophie eine wichtige Rolle spielte, sich jedoch in der Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts verloren hat.

In der Gegenwart kommt es darauf an, diese Geschichte wieder zu entdecken und Überlegungen zu einer philosophisch reflektierten,

bewussten Lebensführung im Hinblick auf die Herausforderungen des Lebens im 21. Jahrhundert anzustellen. Dazu gehört es, den

Egoismus »konsequent zu Ende zu denken«. Aber ist ausgerechnet die Lebenskunst, die beim Individuum ansetzt, in der Lage,

darüber hinaus zu kommen? Gratis-Download

 


Dr. Bertold Ulsamer

Der Wahn(sinn) in jedem

Zwei Quellen von Wahn(sinn) existieren in jedem von uns: Da sind zum einen übernommene Rollen und Gefühle aus unserer Familie, oft von Vorfahren, die wir nicht einmal persönlich kennen. Denn jedes Kind ist mit seinen Eltern und weiteren Vorfahren verbunden und verstrickt. Die Arbeit mit Familienaufstellungen gibt diesen neuen Blickwinkel für das Verständnis von Wahnsinn. Je stärker und je vielfältiger jemand verstrickt ist, desto eher ist die Gefahr, ganz in ein Wahnsystem abzurücken. Zum anderen trägt jede/r die Gefühle mit sich weiter herum, die er/sie in der eigenen Kindheit unterdrückt hat. Es ist so, als ob eine Urgewalt in uns lebt, vor der wir Angst haben, dass sie ausbricht. Denn wenn sie uns plötzlich in ihrem ganzen Ausmaß überschwemmt, droht Wahnsinn. Gratis-Download

 


Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Rolf  Verres

Sehnsucht und Erfüllung

In diesem Vortrag geht es um Zusammenhänge zwischen menschlicher Sehnsucht und den vielfältigen Bewusstseinsveränderungen im Vorfeld von Suchtentwicklüng. Sehnsucht ist eine seelische Kraft, die für die Entwicklung des einzelnen Menschen ebenso wie für die weitere Entwicklung der Menschheit wichtig ist. Der Übergang von Sehnsucht zur Suchtentwicklung hat wahrscheinlich viel mit der Frage zu tun, wann Menschen eine Ersatzbefriedigung suchen, statt das zu finden, was im tiefsten Herzen das Objekt ihrer Sehnsucht ist. Wollen wir die eigene Resonanzfähigkeit für den Umgang mit diesen Lebensthemen verbessern, können Metaphern der Hoffnung und Mythen (z.B. zum Paradies als Ort und Zustand der Glückseligkeit) anregend sein. Auch ist der gesamtgesellschaftliche Wissensvorrat zum Gebrauch bzw. Missbrauch psychoaktiver Substanzen weit differenzierter, als dies in der offiziellen Gesetzgebung erkennbar ist. Grenzüberschreitungen bei der Suche nach Glück lassen sich nur teilweise mit Law-and-Order-Politik kontrollieren; wichtiger sind sehr konkrete Orientierungshilfen auf der Basis eines wissenschaftlichen Eros. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Paul Watzlawick

Vom Unsinn des vermeintlichen Sinns

In den meisten Wissensgebieten hat man die Überzeugung längst aufgegeben, die Aufgabe der Wissenschaft bestehe in der

Entdeckung des objektiven So-Seins der Welt - und damit ihres Sinns. Nur in dem Fach der Psychotherapie hat sich die

dogmatische Annahme erhalten, die «objektive», «wirkliche» Wirklichkeit entdeckt zu haben. Auf dieser Überzeugung baut

sich das Kriterium der geistigen Normalität oder Pathologie einer Person auf - nämlich auf dem Grade ihrer «Wirklichkeitsanpassung».

Der Vortrag zeigt auf, dass wir immer nur mit Konstruktionen der Wirklichkeit arbeiten und dass diese Konstruktionen von entscheidender

Bedeutung für das Phänomen des Wandels (und daher der Therapie) sind. Spezifische Themen sind: die problemerhaltende Wirkung

der versuchten Lösungen; die Teufelskreise zwischenmenschlicher Interaktion; die sowohl negativen wie positiven Bedeutungen der

paradoxen Kommunikation. Gratis Download

 


Konstantin Wecker

Es gibt kein Leben ohne Tod

Grundlage dieses Vortrags ist eine Rede zum Thema »Drogenabhängigkeit aus der Sicht eines Betroffenen«, die Konstantin Wecker vor dem Verband Bayrischer Nervenärzte gehalten hat. Wecker äussert sich zum Thema Künstler und Drogen und spricht über Biografisches, die Gefahren des Erfolges und die Kostbarkeit der Zeit. Sein Vortrag regt zum Nachdenken an über Glück, Abhängigkeit und eine andere Drogenpolitik. Gratis-Download

 


Prof. Dr. Joseph Weizenbaum

Das verkabelte Irrenhaus

Als die Domain der Kommunikation immer breiter wird und Kommunikation selbst billiger einfacher und schneller, wächst die Überzeugung, dass das »Wir« des einzelnen »Ich« sich auch vergrössert und an Bedeutung monoton zunimmt. Aber das ist eine Illusion. Die modernen technischen Kommunikationinstrumente bringen eine neue Ebene der Banalität in das Leben des Einzelnen. Fast alle der neuen Medien, die eigentlichlich das individuelle Leben bereichern sollen, verarmen und verdummen den Menschen. Die Welt wird immer irrsinniger, das Individuum immer mehr isoliert. Psychotherapie ist für viele der letzte verzweifelte Versuch Sinn in ihrem Leben zu finden. Gratis-Download

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Franz Alt, Nikolaus Bratschen, Evelyne Coen, Eugen Drewermann, Hans-Peter Dürr, David Gilmore, Arno Gruen, Albert Hofmann, Gattus Hösl, Willigis Jäger, Hans Jellouschek, Annelie Keil, Jürgen Leinemann, Henning von der Osten, Nossrat Peseschkian, Hans Ruh, Wilhelm Schmid, Bertold Ulsamer, Rolf Verres, Paul Watzlawick, Konstantin Wecker, Joseph Weizenbaum, Psychotherapie, Lebenskunst, Copy please,