Integrative Friedensförderung

Allparteilichkeit

"Mitgefühl lässt uns die Dinge realistischer sehen,
weil wir nicht an ihnen anhaften."

Dalai Lama

Allparteilichkeit gehört zu der angestrebten Moderationshaltung. Sie einzunehmen und umzusetzen ist nicht immer einfach. Auch wenn wir uns äusserlich an die Regeln der neutralen Gesprächsführung halten, sind die sympatischen und antipatischen Regungen in uns da und sie bestimmen ungewollt die Kommunikation. Die Gesprächsteilnehmenden bemerken sehr schnell, was wir über die Situation denken. In der Mimik und der Gestik lesen sie ab, wie wir zu ihnen stehen und was wir fühlen. Meist läuft dies unbewusst ab. Vordergründig wird den Wahrnehmungen vielleicht wenig Bedeutung zugemessen. Sie machen sich aber relativ schnell in Widerständen, Unsicherheiten, Unklarheiten, Unvollständigkeit oder Distanziertheit bemerkbar. Das behindert den Gesprächsverlauf.

Professionelle Moderation setzt nicht nur die Beherrschung von Kommunikationstechniken voraus sondern baut immer auch auf introspektiver Wahrnehmung auf. Der Blick sollte sowohl auf die Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer als auch auf sich selbst gerichtet sein. Werden die persönlichen Impulse genau beobachtet, können sie gezielter bearbeitet, auf eigene Entwicklungsthemen untersucht und anders mit ihnen umgegangen werden. Selbstbeobachtung und Selbstreflexion ist ein Muss für alle, welche die Kunst der Moderation ganz beherrschen und Gespräche effizient und effektiv leiten wollen. Sie gehört unersetzlich in den Werkzeugkoffer aller Moderatorinnen und Moderatoren. Der Gewinn davon ist neben einer potenzierten fachlichen Kompetenz auch der persönliche Fortschritt.

Der Zweitageskurs zeigt Ihnen, wie Sie durch Selbstreflexion in der Moderation hinderliche Regungen wahrnehmen und zu einer Allparteilichkeit finden, die in Mitgefühl und Bezogenheit wurzelt.

  • Sie hinterfragen Ihre Gesprächsführung
  • Sie lernen verschiedene Formen von Konfliktdesigns kennen und lernen diese gezielt anzuwenden
  • Sie setzen sich mit dem eigenen Konfliktverhalten auseinander und arbeiten an ihren Entwicklungsthemen
  • Sie professionalisieren ihre beruflichen Kompetenzen und die Gesprächsführung
  • Sie sehen die Zusammenhänge von Praxisfällen, eigenen Entwicklungsthemen und der Moderationstechnik
  • Sie erhalten Einblick in die Polydimensionale Moderation

Das Seminar richtet sich an Menschen, die Gespräche leiten, Beratungen durchführen oder Konflikte moderieren.

Leitung Denis Marcel Bitterli
Termin
Zeiten
MI, 17.10.2012  |  DO, 18.10.2012
9.00 bis 12.30 Uhr und 13.45 bis 17 Uhr
Kosten CHF 580.00
Im Preis inbegriffen sind Unterrichtsmaterial sowie Getränke (Kaffee, Tee, Wasser) während der Seminartage. Interessierte mit Wohn- und Arbeitsort in der EU verlangen bitte die reduzierten, kaufkraftbereinigten Weiterbildungskosten.
Ort Ausbildungsinstitut perspectiva | Auberg 9 | 4051 Basel
Anmeldung Jetzt anmelden

Denis Marcel Bitterli, Mediator SDM / EBEM, Schulleiter, Lehrer, Theaterschaffender, Kunsttherapeut (i.A.): Allparteilichkeit, Professionelle Moderation, Kommunikationstechniken, Werkzeugkoffer für Moderatorinnen und Moderatoren, Gesprächsführung, Moderationstechnik, Polydimensionale Moderation.

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In jedem Konflikt kommt ein Punkt, an dem keine Seite mehr für sich in Anspruch nehmen kann, Recht zu haben.

Nelson Mandela