Lösungen?!
Wir sind in unseren Angeboten immer an Lösungen interessiert
und wenden überzeugt Löungsfokussierung an.
Lösungsfokussierung bedeutet, die Aufmerksamkeit systematisch auf das zu konzentrieren, was funktioniert und nicht auf das was nicht funktioniert. Sie geht davon aus, dass die für die Lösung notwendigen Kompetenzen und Ressourcen bei den betreffenden Personen bereits vorhanden sind und nur aktiviert zu werden brauchen. Sie vertraut darauf, dass Lösungen durch kleine Schritte, die in die erwünschte Richtung gehen ausgelöst werden und die sich im konkreten sozialen Kontext funktionierenden Lösungen einen Weg bahnen.
Entwickelt wurde dieser Ansatz von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg zusammen mit einer Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen seit 1978 im Brief Family Therapy Center (BFTC) in Milwaukee. In Europa wurde darauf aufbauend der Ansatz unter anderem in Brügge vom Psychiater und Psychotherapeuten Luc Isebaert und seinen Kolleginnen und Kollegen für den psychiatrischen Bereich und von Louis Caufmann für den Bereich der Organisationsberatung weiterentwickelt.
Die wesentlichen Elemente der Lösungsfokussierung entstammen der Kommunikationstheorie, der Systemtheorie und Kybernetik zweiter Ordnung, dem radikalen Konstruktivismus sowie der Chaostheorie und Selbstorganisation. Die lösungsfokussierte Therapie als Grundlage aller Anwendungen der Lösungsfokussierung wurde stark geprägt durch die Hypnotherapie von Milton H. Erickson und die Sprachphilosophie des Österreichers Ludwig Wittgenstein. Der Prozess und die Wirksamkeit des lösungsfokussierten Ansatzes wird durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Forschungsergebnisse nachgewiesen und findet vor allem auch Bestätigung in der aktuellen Hirnforschung, insbesondere dem Konzept der Neuroplastizität, eine: Diese besagt, dass das Gehirn seine Struktur und seine damit zusammenhängende Funktion laufend verändert, der gemachten Erfahrung anpasst. So besteht Lernen in der Verstärkung synaptischer Verbindungen zwischen Neuronen.
Das zentral und radikal "Neue" am "Lösungsfokussierten Ansatz" ist das Bekenntnis zur "Einfachheit": Um in komplexen Situationen und Systemen erfolgreich zu sein, ist es nicht immer hilfreich, sie modellieren und verstehen zu wollen - hilfreicher ist es oft, unvoreingenommen zu beobachten, was alles wie gewünscht funktioniert, um in kleinen Schritten mehr davon zu tun.
Grundannahmen der Lösungsfokussierung
- Repariere nicht, was nicht kaputt ist
- Wenn es funktioniert - tu mehr davon
- Wenn es nicht funktioniert - höre auf damit auf und tue etwas ander(e)s
- Kleine Schritte führen zu großen Veränderungen
- Die Lösung ist nicht zwingend mit dem Problem verbunden
- Die Sprache für die Entwicklung von Lösungen ist eine andere als die für die Beschreibung von Problemen
- Kein Problem ist ständig da; es gibt immer Ausnahmen, die genutzt werden können
- Wir schaffen unsere Zukunft selbst und handeln sie zusammen aus
perspectiva Lösungen: Lösungsfokussierung, Kommunikation, Kommunikationstheorie, Systemtheorie, Hypnotherapie von Milton H. Erickson, Sprachphilosophie von Ludwig Wittgenstein, Lösungsfokussierter Ansatz.
