Vertiefung Systemisches Coaching
Coaching-Kompetenz für Mediator*innen und Berater*innen
Curriculum
Der zweite Teil der Coaching-Ausbildung findet wie der erste Teil „Aufbau Systemisches Coaching“ und im Unterschied zu den Wahlbereichen wieder in einer konstanten Lerngruppe statt.
(Zum Öffnen der Beschreibungen auf die Überschriften klicken):
Angela Kienle und Kleo Demmak
Gemeinsam in der Gruppe gestalten wir ein sorgfältiges Contracting. Fachlich steigen wir in diesem Modul ein in die Theorie und Praxis der Beratung von Mehrpersonensystemen. Dieses Setting wird im Vergleich mit dem Einzelcoaching meist als komplexer und herausfordernder empfunden: Der*die Coach*in benötigt einen geschärften systemischen Blick auf das Ganze und auf den umgebenden Kontext des Systems. Die Fähigkeiten, zieldienlich und authentisch mit den unterschiedlichen Stakeholdern des Systems zu kommunizieren und den unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden, erfordert geschulte Innen- und Aussenwahrnehmungen und transparente Kommunikation. Wir werden über Auftragsklärungen, über klares Auftragsdesign und die Umsetzung mit Gruppen und in Organisationen diskutieren. Dabei wird klar, welchen wichtigen Beitrag Coaching leistet in Verbindung mit Mediation, Supervision und Organisationsentwicklung, um nachhaltige Veränderungen im Klient*innensystem zu gewährleisten.
Theoretische Inputs über Konzepte, Methoden und Massnahmen von Team-Coaching und -entwicklung werden eingeführt und anhand von Fallbeispielen geübt. Das vertiefende Lernen findet wie üblich über praxisbetontes Experimentieren und eigenes Reflektieren statt.
Zusätzlich wird ein Blick auf Themen geworfen, die im Kontext von Führung und Organisationsentwicklung immer wieder auftreten.
Angela Kienle und Kleo Demmak
Erfahrungen und Kenntnissen aus der eigenen Vita und der Ausbildung Systemische/r Coach*in (inkl. individuellen Wahlbereichen) werden angeschaut und zur einer eigenen Berater-Identität entwickelt. Ein eigenes Coaching-Konzept wird erarbeitet und abgeglichen mit den Aspekten der Berufsethik und den Guidelines des BSO. Darüber hinaus werden die eigene persönliche und professionelle Entwicklung als Coach*in mit den Dozentinnen gewertschätzt und entwicklungsorientiert angeschaut. Inhaltlich wird das Thema durch die Prozessmethoden Evaluation und Qualitätssicherung vervollständigt.
Abgerundet wird das Modul mit einer Auseinandersetzung mit der Marktpositionierung und der Vernetzung als Coach*in.
Angela Kienle und Kleo Demmak
In diesem Modul geht es darum, alle Elemente, welche die TN in den verschiedenen Ausbildungsmodulen und der praktischen Arbeit erworben haben, zusammenzuführen.
Bei der Teilnahme an diesem Modul sollten mindestens ⅔ des Wahlbereichs (14 Tage) und ⅔ der Supervision (4 Tage) absolviert sein.
Des Weiteren geht es darum, die Stimmigkeit der eigenen Beratungsprodukte, der eigenen Berater*in-Identität und ausgesuchter Methoden abzurunden und umzusetzen: Wie findet zukunftsfähige Beratung in Organisationen statt? Welche Haltung und welche Methoden der Berater*in unterstützen die Menschen in Organisationen darin, mit komplexen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft resilient umzugehen und eigene Ziele zu verwirklichen? Wie gelingt in der Rolle der*des Coach*in das Balancieren mit unterschiedlichen Erwartungen, Möglichkeiten und Veränderungswünschen. Durch das Vertiefen des Hypnosystemischen Ansatzes nach Gunther Schmidt wird die Beratungskompetenz von Teams und Organisationen methodisch klar und durch viele Übungen und Fallbeispiele greifbar und professionalisiert.
Dieses Modul dient darüber hinaus der Vorbereitung auf das Abschlusskolloquium. Dies erfolgt durch Teilen, Ausprobieren und Reflektieren sowie durch eine Wiederholung bzw. Vertiefung von Theorien, Methoden und gegenseitigem Feedback.
Angela Kienle und Kleo Demmak
Alle Teilnehmer*innen präsentieren im Plenum ihre Coachingprozesse und verteidigen ihre Abschlussarbeiten. Dabei sollen die Kandidat*innen in ihrer individuellen Verfahrenskompetenz, Rollensicherheit, Methodenkompetenz und ihrer Fähigkeit, Kontakt aufzubauen und aufrecht zu erhalten, sichtbar und erlebbar werden. Ausgehend von ihren unterschiedlichen Coachingprofilen sollen die Coach*innen in kollegialen Austausch treten und Absprachen für die weitere berufliche Vernetzung treffen.
Zulassungsbedingung
Der BSO setzt als Zulassungsbedingung 30 Stunden Erfahrung als Beratene*r (ausserhalb der Ausbildung) voraus. Der Nachweis ist spätestens bei Anmeldung zu den Abschlusstagen der Vertiefung Systemisches Coaching beizubringen.
perspectiva ist vertraglicher Ausbildungspartner bso (Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung).
Thema | perspectiva Ausbildung Coaching: Vertiefung Systemisches Coaching |
Dauer | 11 Tage |
Leitung | Angela Kienle (Leitung) |
Kleo Demmak |
Ort | Ausbildungsinstitut perspectiva in Basel: Auberg 9 | 4051 Basel Hier gehts zum Situationsplan Basel |
Details |