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Trauma-sensitives Coaching

Von Stress- zu Ressourcennetzwerken. Teil I

Trauma-Symptome  erkennen und im Coaching adäquat reagierenKennen Sie das? Sie haben intensiv mit Ihrem/Ihrer Klient/in gearbeitet und auch Fortschritte erzielt, jedoch geht es „irgendwie“ nicht wirklich voran. Der Grund kann in unverarbeiteten traumatischen Lebensereignissen liegen, wie körperliche Gewalt, Vernachlässigung in der Kindheit, eine lebensbedrohliche Erkrankung, ein Unfall u.v.m.

Jedoch können auch beispielsweise Mobbing, Versagenssituationen oder andere als Stressnetzwerk gespeicherte Ereignisse, die nicht integriert werden konnten,
zu langandauernden triggerbaren Stressreaktionen mit Wutausbrüchen, Panik oder Ohnmacht führen.

Traumainformiert zu begleiten bedeutet, sich mit nicht verarbeitetem, nicht integriertem «Material» zu beschäftigen. Wir arbeiten hierbei auf der Grundlage der Dissoziations- und Verarbeitungstheorie sowie den neuesten Erkenntnissen aus der Neurophysiologie. Hierbei fokussieren wir nicht auf «Traumafolgestörungen», sondern legen unser Augenmerk auf Prozesse, die jeder menschlichen Verarbeitung und Integration zugrunde liegen. Als Coach eine traumainformierte bzw. «verarbeitungsinformierte» Brille zu tragen bedeutet, Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass unverarbeitete Erfahrungen integriert und somit Verhaltensveränderungen nachhaltig ermöglicht werden können.

Trauma-Symptome  erkennen und im Coaching adäquat reagieren

Mit dem Wissen aus dieser Weiterbildung können Sie Ihre Klient/innen professionell aufklären, stabilisierende und orientierende Ansätze einsetzen und entscheiden, wann eine Empfehlung und Ermutigung für eine Traumatherapie angezeigt ist. Die Kombination aus einem, das berufliche Umfeld stabilisierenden Coaching und einer traumafokussierten Therapie ist für Menschen, die mit Traumafolgen zu kämpfen haben, von Vorteil. In dieser Zweierkonstellation können Sie in Zusammenarbeit mit einem Traumatherapeuten/einer Traumatherapeutin eine optimale Unterstützung bieten.

Teil I

2 x 2 Tage


Ziele Block 1:

Sie kennen den Unterschied zwischen einfachen und komplexen Traumafolgestörungen, erkennen die Symptomatik von Traumata, verstehen die neurophysiologischen Zusammenhänge und können dem/der Klient/in die Zusammenhänge erklären. Sie erkennen Ihre eigenen Grenzen – die Ihrer Rolle und professionell mit traumatisierten Klient/innen.

Inhalte Block 1

  • Definition Trauma
  • Ereignisse, die zu einer Traumafolgestörung führen können
  • Einfache und komplexe Traumatisierung
  • Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung
  • Neurobiologische Hintergründe einer Traumatisierung
  • Ablauf einer Traumatherapie
  • Psychoedukation des Klienten
  • Selbstreflexion – Auseinandersetzung mit der eigenen Betroffenheit
  • Rollenklärung, Rollenklarheit, Auftragsklärung und Auftragsklarheit – wo hört Coaching auf und wo beginnt Therapie?


Ziele Block 2:

Anhand Ihrer Fallbeispiele, die Sie am Tag 3 einbringen, erhalten Sie Feedback, reflektieren Ihr Vorgehen im Coaching. Im Fokus liegt neben der Methodenkompetenz die Beziehungsarbeit mit dem/der KlientIn ebenso wie das Reflektieren der eigenen Gefühle, Gedanken und der eigenen Betroffenheit. Tag 4 ist dem Thema «Toleranzfenster» gewidmet. Sie kennen die unterschiedlichen Formen und Ausprägungen von Dissoziation, lernen einzuschätzen, wann ein/e Klient/in über- oder untererregt ist und erlernen Stabilisierungstechniken. Sie reflektieren Ihre eigene Betroffenheit zum Thema «Trauma» und wenden das Wissen über Neurophysiologie für sich selbst an, um Burnout, Sekundärtraumatisierung und Mitgefühlsermüdung zu verhindern.

Inhalte Block 2

  • Fallsupervision
  • Bindungs- und Entwicklungstrauma - Bindungstheorie
  • Umgang mit Dissoziation (Abspaltung)
  • Flashback (ungewollte Erinnerungen, Trigger (Traumareize) im Coaching
  • Erkennen Über- und Untererregung
  • Stabilisierungstechniken
  • Gefahren einer Sekundärtraumatisierung/Mitgefühlsermüdung/Burnout für den Coach
  • Selbstfürsorge – Kindling/Konfluenz/Dissoziation


Zum Angebot Trauma-sensitives Coaching Teil II

perspectiva Seminare: Coaching

Trauma-sensitives Coaching Teil I

Leitung Dagmar Härle
Termine /
Zeiten
Block 1: 09.-10.05.2022
Block 2: 01.-02.06.2022
Letzte Durchführung. Das Seminar wird aus dem Programm genommen.

9.00 bis 12.30 Uhr und 13.45 bis 17 Uhr, Sa bis 16.00 Uhr
Investition CHF 1440.-
Inklusive Seminarunterlagen, Pausengetränke und Obst
Ort Ausbildungsinstitut perspectiva | Auberg 9 | 4051 Basel
Hier gehts zum Situationsplan Basel
Anmeldung Jetzt anmelden

Seminar / Kurs Trauma Wissen für Coaching und Coaches