Erwachsenenbildung
Erwachsenenbildung

Lehrgang Erwachsenenbildung «Kursleiter/in»

Im Anerkennungsverfahren zum SVEB 1-Zertifikat

Lehrgang Erwachsenenbildung Kursleiter/in

Sie führen Schulungen und Lehrveranstaltungen in Ihrem eigenen Fachbereich durch und möchten das Grundwerkzeug der Erwachsenenbildung erlernen. Wie binde ich Teilnehmende in Schulungen ein? Wie schaffe ich eine angenehme Lernatmosphäre? Wie lernen Menschen und wie gehe ich mit Schwierigkeiten im Kurs und Lernalltag um?

Im Lehrgang Erwachsenenbildung « Kursleiter/in» lernen Sie, wie Sie in Ihrem eigenen Fachbereich Lernveranstaltungen mit Erwachsenen konzipieren, durchführen und evaluieren.

Er bildet (nach SVEB-Anerkennung) die Basis (Stufe 1 des AdA – Baukastens «Ausbildung der Ausbildenden») welcher zur Zulassung der zentralen Überprüfung zum Erwerb des Titels «Ausbilder/in mit eidgenössischem Fachausweis» (Stufe 2 des Baukastens «Ausbildung der Ausbildenden») führt.

Professionelles Ausbilden hat mehrere Facetten. Einerseits das Wahrnehmen der Gruppe, um auch in speziellen Situationen entsprechend reagieren zu können und einen möglichst interaktiven Lernunterricht zu gestalten. Dazu helfen Ihnen mediative Kompetenzen sowie Kenntnisse von «Gewaltfreier Kommunikation, GFK». Andererseits brauchen Sie handfeste Moderationsskills, um Prozesse effizient und effektiv zu lenken, zu strukturieren und zu steuern. Dazu kommen vertiefte Kenntnisse des didaktischen und methodischen Vorgehens und eine gute Selbstreflexion, um die richtigen Schlüsse für den Umgang mit Ihren Teilnehmenden zu ziehen.

Die erwähnten Kompetenzen machen diesen Erwachsenenbildungs-Lehrgang sicher einzigartig, da sie zusätzlich die Basis für ein vertiefteres Studium in Mediation, Moderation und GFK bieten können.

Im Rahmen dieser Ausbildung werden Sie die Gelegenheit haben, ein konkretes Projekt «Lernveranstaltung» zu konzipieren, durchzuführen und zu evaluieren.

Lehrgang Erwachsenenbildung Kursleiter/in

Zielgruppe

Menschen, die in ihrem eigenen Fachbereich Lehrveranstaltungen, Schulungen und Kurse mit Erwachsenen durchführen. Vorausgesetzt wird die Fachkompetenz im eigenen Fachbereich.

Zielsetzung

  • Im eigenen Fachbereich Lernveranstaltungen mit Erwachsenen im Rahmen vorgegebener Konzepte, Lehrpläne und Lehrmittel vorbereiten, durchführen und auswerten.

Dauer

Die Ausbildung Moderation im Kontext von Organisation und Führung umfasst 6 Module (14 Tage) innerhalb von 9-12 Monaten.

Lernzeiten

  • 90 Stunden Netto-Präsenzzeit
  • 165 Stunden selbständige Lernzeit
  • Innerhalb von 2 Jahren, teilzeitliche Praxis im Leiten von Lernveranstaltungen, mindestens 150 Stunden

Ausbildungsstruktur

Die Ausbildung schliesst mit dem «SVEB-Zertifikat Kursleiter*in» ab.

Er bildet die Basis (Stufe 1 des AdA – Baukastens «Ausbildung der Ausbildenden») welcher zur Zulassung der zentralen Überprüfung zum Erwerb des Titels «Ausbilder/Ausbilderin mit eidgenössischem Fachausweis» (Stufe 2 des Baukastens «Ausbildung der Ausbildenden») führt.

Anschliessend sind Vertiefungen und Verfeinerungen in aufbauenden Extramodulen möglich.

(Zum Öffnen der Beschreibungen auf die Überschriften klicken):

Modul 1 – Curriculum Aufbau

Marcel Lüdi

Im Startmodul lernen Sie als Basis den Curricularen Aufbau einer Lernveranstaltung. Gleichzeitig bildet dieses Modul den Auftakt für Ihr eigenes Projekt «Lernveranstaltung», welches sie im Laufe Ihrer Ausbildung erarbeiten und durchführen.

  • Sie kennen den Curricularen Aufbau einer Lernveranstaltung,
  • Sie kennen die ersten drei Schritte «Bedarfsanalyse» und wenden diese auf Ihr eigenes Projekt an,
  • Sie kennen verschiedene Lernplattformen, welche Sie in Ihrer täglichen Arbeit nutzen können,
  • Sie kennen die wichtigsten Unterlagen und Dokumente für die Planung einer Lernveranstaltung, wie Drehbücher, TN – Unterlagen, etc.,
  • Sie wissen, welche Lerntypen es gibt und worauf Sie im Lernalltag achten müssen.

Modul 2 – Lernziele

Marcel Lüdi

Die eigene Rolle als Ausbilder und im Kontext der Organisation ist ein wichtiger Bestandteil, um erfolgreich Lernveranstaltungen zu planen. Dabei geht es um Vorgaben und Rahmen der Organisation, welche für die Lernveranstaltungen zu berücksichtigen sind. Lernpsychologie sowie die Grundlage von Lernen gehören zum Alltag von Ausbildenden. Die Definition von Lernzielen, als erster Schritt der «Didaktischen Analyse» ist ein wichtiger Bestandteil, welcher in diesem Modul intensiv behandelt wird.

  • Sie kennen die wichtigsten lernpsychologische Grundlagen und wissen, wie Sie diese im Unterricht erfolgreich einsetzen können,
  • Sie kennen die drei Schritte der «Didaktischen Analyse»,
  • Sie lernen, wie Sie Lernziele für Ihre Lernsequenzen definieren,
  • Sie kennen die Unterscheidung von verschiedenen Arten von Lernzielen,
  • Sie kennen Ihre Rolle in Ihrer Organisation als Ausbildende,
  • Sie kennen Ihre Rolle als Ausbilder/in und können diese gezielt einsetzen.

Modul 3 – Gesprächsführung und Konfliktmanagement im Arbeitsalltag

auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg

Michael Peuckert

Die Haltung und die Methodik der Gewaltfreien und Wertschätzenden Kommunikation ermöglichen es, dass Menschen sich anerkannt und ernst genommen fühlen und ihr Engagement so einbringen, dass es sowohl die strategische Ausrichtung des Lernprozesses sowie das Wohl aller im Bick behält. In diesem Seminar lernen Sie die theoretischen Grundlagen der Gewaltfreien und Wertschätzenden Kommunikation kennen und können sie anhand von praxisnahen Beispielen aus dem Arbeitsalltag erleben und selbst ausprobieren. Sie erfahren, wie Sie mit der GFK andere Menschen, Teams und sich selbst in herausfordernden Situationen, in Konflikten sowie in Entscheidungs- und Changeprozessen erfolgreich unterstützen können.

  • Konflikte und Lösungen
  • Feedback nehmen und geben
  • Umgang mit Kritik
  • Umgang mit Macht und Ohnmacht
  • Führen und geführt werden
  • Authentisch in der Funktion sein
  • Angstfrei motivieren
  • Konsequenzen und Belohnung
  • Empathie für sich selbst und andere

Modul 4 a – Moderation Basic

Marcel Lüdi

Die Schritte 2 und 3 der «Didaktischen Analyse» befassen sich mit dem Entscheid für Inhalte, Methoden und Medien. Diese bilden den Schwerpunkt der Module 4 a/b und gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit eine eigene Lernsequenz durchzuführen und erhalten dazu entsprechendes Feedback.

Im Modul 4 a werden Methodiken und Techniken der grundlegenden Moderation erlernt und deren Einsatz in den verschiedenen Phasen eingeübt. Gleichzeitig werden die Abgrenzungen und Spezifikationen in den verschiedensten Settings, wie Sitzungen, Workshops, Seminaren, Veranstaltungen, etc. thematisiert und aufgezeigt.

  • Sie lernen die Grundlagen der Moderation, insbesondere von Sitzungen und Workshops kennen und können diese anwenden
  • Sie erlernen und üben einzelne Methoden der Moderation und lernen, wie Sie diese wirkungsvoll einsetzen können
  • Sie kennen Ihre Rolle als Moderator/in und wissen dieses gekonnt einzusetzen
  • Sie lernen, wie Sie optimale Voraussetzungen schaffen können, um Ergebnisse in Workshops und Sitzungen zu verbessern
  • Beispiel-Settings: Meetings, Sitzungen, Arbeitsgruppen, Projektgruppen, Seminare, Workshops, Podiumsdiskussion

Modul 4 b – Methoden in der Ausbildung - Sozialformen

Marcel Lüdi

Die Schritte 2 und 3 der «Didaktischen Analyse» befassen sich mit dem Entscheid für Inhalte, Methoden und Medien. Diese bilden den Schwerpunkt der Module 4 a/b und gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit eine eigene Lernsequenz durchzuführen und erhalten dazu entsprechendes Feedback.

Hauptfokus im Modul 4 b steht das Erlernen von Methodiken und Techniken, die speziell in Ausbildungssequenzen angewandt werden. Dabei sind auch die verschiedenen Sozialformen und deren Auswirkungen auf die Gruppendynamik ein Thema. Ferner werden auch neuere Formen und Medien behandelt.

  • Sie kennen vertieftere Methoden und Techniken der Erwachsenenbildung und können diese gezielt anwenden
  • Sie erlernen und üben einzelne Methoden und Techniken, welches speziell in Ausbildungssequenzen angewandt werden und lernen, wie Sie diese wirkungsvoll einsetzen können
  • Sie lernen grundlegende Elemente der Gruppendynamik

Modul 5 – Mediative Kompetenz

Dr. Katja Windisch

Der Kurstag führt in die Grundprinzipien und Techniken mediativen Handelns ein. Ausgehend von einem Überblick über Konfliktdynamiken und Eskalationsstufen wird die institutionalisierte Mediation als strukturiertes Verfahren konstruktiver Konfliktbearbeitung vorgestellt. Im Vordergrund stehen Schritte und Techniken mediativen Handelns, die in eigenen Situationen sowohl präventiv als auch deeskalierend eingesetzt werden können.

  • Konfliktprävention,
  • Umgang mit Widerstand in Lehrveranstaltungen und
  • situative Deeskalationsmöglichkeiten,
  • Formen nachhaltiger, konstruktiver Konfliktbearbeitung.

Modul 6 – Abschluss und Transfer

Marcel Lüdi

Im Zentrum des Schlussmodul steht der letzte Schritt der Curriculumkonstruktion, die «Wirkungsanalyse». Zielüberprüfung, Transferüberlegungen sowie Auswertungen der Lernveranstaltungen werden behandelt. Ebenso verschiedene Methoden und Techniken der Evaluation.

  • Sie lernen Methoden und Techniken kennen, um Lerninhalte zu überprüfen
  • Sie können einfache Kursauswertungen durchführen
  • Sie kennen die Grundlagen des Lerntransfers, sowie deren Bedeutung

Ort

Die Ausbildung findet im Ausbildungsinstitut perspectiva am Auberg 9 in 4051 Basel statt.

perspectiva Ausbildungen

Ausbildung SVEB I / Lehrgang Erwachsenenbildung zum «SVEB-Zertifikat Kursleiter/in»

Leitung Marcel Lüdi
Termine /
Zeiten
Modul 1 01.-02.09.2020
Modul 2 23.-24.10.2020
Modul 3 29.-30.10.2020
Modul 4 (Teil 1) 11.-12.12.2020
Modul 4 (Teil 2) 12.-13.03.2021
Modul 5 15.-16.03.2021
Modul 6 30.4.-01.05.2021

Jeweils 9.00 bis 12.30 Uhr und 13.45 bis 17 Uhr, Sa bis 16 Uhr
Investition Einmalzahlung CHF 4’900.-
2 Raten (2 x 2'520) CHF 5’040.-
6 Raten (6 x 910) CHF 5’460.-
Inklusive Seminarunterlagen, Pausengetränke und Obst
Ort Ausbildungsinstitut perspectiva | Auberg 9 | 4051 Basel
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